ISO-27001-Pentest: der Nachweis, den euer Auditor sehen will

Die Norm schreibt keinen Penetrationstest vor. Mehrere Kontrollen aus Annex A sind ohne einen aber kaum zu belegen. Wir liefern den Test und den Bericht mit dem passenden Mapping.

  • ISO/IEC 27001:2022
  • Mapping auf Annex-A-Kontrollen
  • Bericht für Zertifizierungs- und Überwachungsaudit

93 Kontrollen in vier Themenbereichen, sechs davon belegt ein Test direkt

Annex A der Fassung 2022 ordnet die Kontrollen in vier Themenbereiche. Die Balkenhöhe zeigt, wie viele Kontrollen auf jeden Bereich entfallen. Hervorgehoben sind die sechs, für die ein Penetrationstest der direkte Nachweis ist.

37
Organisatorisch
A.5.15
8
Personenbezogen
kein direkter Nachweis durch einen Test
14
Physisch
A.7.2
34
Technologisch
A.8.8A.8.9A.8.20A.8.29

A.x.y vom Penetrationstest belegbar

A.5.15

Zugriffssteuerung

Wir testen, ob Berechtigungen, Rollenkonzepte und privilegierte Konten in der Praxis greifen.

Active Directory, Physical
A.8.29

Sicherheitsprüfung in Entwicklung und Abnahme

Die Kontrolle, die ein Pentest-Bericht am direktesten beantwortet.

Alle Module
A.7.2

Physische Zugangskontrollen

Bei physischen Assets im ISMS: der Zugang zu Serverräumen und sensiblen Bereichen.

Physical
A.8.8

Schwachstellenmanagement

Ausnutzbare Schwachstellen systematisch identifiziert. Der direkteste Nachweis überhaupt.

Alle Module
A.8.9

Konfigurationsmanagement

Sind Systeme und Dienste gehärtet konfiguriert, oder blieben Standardwerte stehen?

Infrastruktur, AD
A.8.20

Netzwerksicherheit

Segmentierung, Firewall-Regeln und exponierte Dienste gegen reale Angriffsmuster.

Infrastruktur

Was wir liefern und was nicht

Wir führen den Penetrationstest durch und liefern den Bericht mit dem Mapping auf die Annex-A-Kontrollen. Zertifikate stellen akkreditierte Zertifizierungsstellen aus. Wir sind keine Zertifizierungsstelle, wir führen weder das Zertifizierungsaudit noch euer internes Audit durch und beraten nicht beim Aufbau des ISMS. Der Bericht ist ein Nachweis, den ihr dort vorlegt.

Was im Audit erwartet wird

Zeigen Sie mir, wie Sie Schwachstellen in Ihrer Umgebung systematisch identifizieren und beheben. Ein Penetrationstest ist dafür das geeignete Instrument.

Typische Aussage eines ISO-27001-Auditors im Stage-2-Audit
  • Kein Pflichtdokument

    Die Norm verlangt keinen Test. Die Kontrollen A.8.8 und A.8.29 sind ohne einen aber kaum nachweisbar.

  • Aktualität zählt

    Die meisten Auditoren akzeptieren Berichte bis zu einem Alter von 12 Monaten. Nach größeren Änderungen an der Infrastruktur wird unabhängig davon ein neuer erwartet.

  • Scope folgt dem ISMS

    Geprüft wird, was im Zertifizierungsumfang liegt. Ein beliebiges System zu testen hilft im Audit nicht.

Der Dreijahres-Takt und was er für den Bericht bedeutet

  1. Jahr 0Zertifizierungsaudit, Stage 1 und Stage 2
  2. Jahr 1Überwachungsaudit, Stichproben aus dem Kontrollkatalog
  3. Jahr 2Zweites Überwachungsaudit
  4. Jahr 3Rezertifizierung, inhaltlich ein neues Stage-2-Audit

Ein Zertifikat gilt drei Jahre. Weil die meisten Auditoren nur Berichte akzeptieren, die bis zu 12 Monate alt sind, braucht praktisch jeder dieser Termine einen eigenen aktuellen Test. Plant ihn mindestens sechs Wochen vorher ein, dann bleibt Zeit für Behebung und Re-Test.

Was sich mit der Fassung 2022 geändert hat

ISO 27001:2013

114 Kontrollen in 14 Themengebieten, A.5 bis A.18. Viele überschnitten sich inhaltlich, was Mapping und Audit-Vorbereitung unnötig komplex machte.

ISO 27001:2022, aktuell gültig

93 Kontrollen in vier Themenbereichen, entstanden durch Zusammenlegung überlappender Kontrollen, nicht durch Streichung von Anforderungen. Dazu 11 neue Kontrollen, etwa Threat Intelligence (A.5.7) und Cloud-Sicherheit (A.5.23).

Die vom IAF gesetzte Übergangsfrist endete am 31. Oktober 2025. Zertifikate nach der Fassung von 2013 gelten seitdem nicht mehr. Zeigt das Mapping eures letzten Berichts noch auf die alten Kontrollnummern, gehört es beim nächsten Test aktualisiert.

Wer sich zertifizieren lässt

ISO 27001 gilt branchenübergreifend und kennt keine gesetzliche Anwendbarkeitsschwelle. Zertifiziert wird, wer es selbst will oder wessen Kunden es fordern. Weltweit sind mehr als 50.000 Organisationen zertifiziert.

Häufigster Auslöser: ein Großkunde macht die Zertifizierung zur Lieferantenbedingung. Ab dann tickt die Uhr.

Häufige Fragen

Wie alt darf der Bericht im Audit sein?

Es gibt keine universelle Regel, das entscheiden Auditor und Zertifizierungsstelle. In der Praxis akzeptieren die meisten Berichte, die bis zu 12 Monate alt sind. Nach wesentlichen Änderungen an der Infrastruktur wird unabhängig vom Alter ein neuer erwartet.

Was passiert, wenn der Test schwerwiegende Findings zeigt?

Genau dafür ist er da. Kritische Findings melden wir sofort nach der Entdeckung, damit ihr vor dem Audit handeln könnt. Nach der Behebung prüfen wir auf Wunsch nach und dokumentieren das im Bericht. Ein behobenes Finding mit Re-Test-Nachweis zeigt dem Auditor einen funktionierenden Verbesserungszyklus.

Worin unterscheidet sich das von einem Standard-Pentest?

Technisch in nichts. Der Unterschied liegt in Vorbereitung und Bericht: Wir analysieren zuerst euren ISMS-Scope, leiten daraus den Test-Scope ab und ordnen die Findings den Annex-A-Kontrollen zu. Ohne dieses Mapping entsteht die Zuordnungsarbeit beim Audit.

Audittermin steht?

30 Minuten Erstgespräch, kostenlos. Wir klären euren ISMS-Scope und welche Kontrollen abgedeckt sein müssen, danach folgt ein unverbindliches Angebot.