Zwei unabhängige Quellen, ein Bild: Transport und Logistik stehen im Visier, und die Schwachstelle sitzt selten nur in der Technik.
Logistikunternehmen verbinden klassische Office-IT mit Terminal-, Lager- und Fahrzeugsteuerung, dazu kommt ständiger Publikumsverkehr an den Werktoren. Für Angreifer eröffnet genau diese Kombination mehrere Wege gleichzeitig, und jede Station im Warenfluss ist einer davon.
Steuert Touren, Frachten und Aufträge zentral, mit Schnittstellen zu Kunden, Zoll und Subunternehmern.
Wareneingang, Kommissionierung, Bestände: über Jahre gewachsen und eng mit Handscannern und mobilen Geräten verknüpft.
Kran, Slot-Buchung und Containerlogistik laufen auf eigenen Systemen, an die klassische IT-Sicherheitskonzepte selten denken.
Täglich Dutzende fremde Fahrer, Subunternehmer und Zustelldienste, dazu Torpersonal, das an genau diesen Verkehr gewöhnt ist.
Quer dazu liegen Kunden- und Lieferantenschnittstellen: APIs und Portale für Sendungsverfolgung, EDI-Anbindungen und Frachtbuchung verbinden euer Netz direkt mit dem der Partner.
An Werktoren, Terminals und Laderampen laufen täglich Dutzende fremde Fahrer, Subunternehmer und Zustelldienste durch, dazu kommt hohe Personalfluktuation im Wachdienst. Genau diese Routine nutzt jemand aus, der sich als Fahrer eines Subunternehmers oder Zustellpartner ausgibt: selbstbewusstes Auftreten, ein angeblicher Liefertermin, und schon winkt das an diesen Verkehr gewöhnte Torpersonal durch. Ist der Zutritt einmal geschafft, sind Lagerhallen, Terminalbereiche und oft auch ungesicherte Netzwerkanschlüsse in Reichweite.
„Die größte Herausforderung bleibt der Faktor Mensch.“
Drei Vorfälle bei Logistikunternehmen, wie sie laut Medienberichten abgelaufen sind. Kein Einzelfall, sondern ein Muster.
Der in Osnabrück ansässige Logistikdienstleister wurde Ziel eines Ransomware-Angriffs.
Ein Cyberangriff auf das Unternehmen betraf rund 1.600 Geschäftskunden.
Der Speditionsriese meldete im Oktober 2025 einen Vorfall, für den die Gruppe „CoinbaseCartel“ verantwortlich gemacht wird.
Angaben nach öffentlicher Berichterstattung. accessgranted war an diesen Vorfällen nicht beteiligt.
Unsere eigene Pentest-Erfahrung ansehenLaufender Warenfluss und Zustellfristen haben Vorrang. Deshalb ist unser Vorgehen eng mit Disposition und Terminalbetrieb abgestimmt.
Gemeinsam legen wir fest, welche Systeme aktiv getestet und welche nur passiv analysiert werden, insbesondere bei Terminalsteuerung und laufenden Sendungen.
Informationssammlung über öffentlich zugängliche Quellen, Netzwerk-Scans und Vorbereitung realistischer Angriffsszenarien, inklusive Pretexting-Ansätzen für Werktor und Disposition.
Manuelle Prüfung nach vereinbartem Scope, mit definiertem Notfallkontakt und sofortigem Stopp bei unerwarteten Auswirkungen auf den Warenfluss.
Jedes Finding wird nach Schweregrad, Ausnutzbarkeit und Auswirkung auf Lieferfähigkeit und Terminalbetrieb bewertet.
Vollständige Dokumentation mit Handlungsempfehlungen, Management-Summary und Zuordnung zu NIS2- bzw. KRITIS-Anforderungen.
Von der Disposition bis zum Werktor reicht ein Test allein nicht aus. Diese Module ergänzen sich in der Praxis am besten.
Simulierter Zutritt zu Werktoren, Lagerhallen und Terminalbereichen. Deckt die physische Angriffsfläche ab, die in der Logistik besonders häufig zutrifft.
Phishing- und Pretexting-Simulationen, zugeschnitten auf Disposition, Fahrer-Kommunikation und den ständigen externen Publikumsverkehr am Tor.
Netzwerksegmentierung zwischen Büro-IT, TMS/LVS und Terminalsteuerung, Zugriffsrechte und Schnittstellenhärtung.
Der Transportsektor fällt nach Anlage 1 BSIG unter NIS2, größere Umschlagspunkte zusätzlich unter die KRITIS-Verordnung. Unsere Compliance-Seiten zeigen, was das für euch konkret bedeutet.