Logistik & Transport · NIS2 & KRITIS Transport

Eure Lieferkette ist nur so sicher
wie das Werktor am Abend

Der Transportsektor fällt nach Anlage 1 BSIG explizit unter NIS2, Post- und Kurierdienste eingeschlossen. Größere Umschlagspunkte wie Häfen zählen ab bestimmten Schwellenwerten zusätzlich zum KRITIS-Sektor „Transport und Verkehr“. Gleichzeitig zeigen reale Vorfälle der letzten Jahre, wie konkret Speditionen und Logistikdienstleister im Visier stehen. Vier Stellen entscheiden in der Logistik über eure Angriffsfläche: Transportmanagementsysteme, Lagerverwaltung, Terminalsteuerung und der Faktor Mensch am Werktor.

NIS2- & KRITIS-taugliche Dokumentation Erfahrung mit TMS, LVS/WMS & Terminalsteuerung Kostenloses Erstgespräch
Umfrage Logistikbranche
81%

nennen den Faktor Mensch als zentrales Risiko

Sophos/techconsult-Umfrage unter 147 Fach- und Führungskräften der Logistikbranche, September 2025
Lagebild

Zahlen zur Lage

Zwei unabhängige Quellen, ein Bild: Transport und Logistik stehen im Visier, und die Schwachstelle sitzt selten nur in der Technik.

7,5 %
aller Vorfälle trafen den Transportsektor, damit zweitmeist angegriffener Sektor
ENISA Threat Landscape 2025
20,8 %
davon entfielen auf Logistik im engeren Sinne, 58,4 % auf die Luftfahrt
ENISA Threat Landscape 2025
78,8 %
der befragten Logistikunternehmen waren bereits direkt oder indirekt von einem Cyberangriff betroffen
Sophos/techconsult, Sept. 2025, 147 Befragte
4.875
analysierte Vorfälle zwischen 1. Juli 2024 und 30. Juni 2025
ENISA Threat Landscape 2025
Angriffsfläche Logistik

Der Warenfluss als Angriffskette

Logistikunternehmen verbinden klassische Office-IT mit Terminal-, Lager- und Fahrzeugsteuerung, dazu kommt ständiger Publikumsverkehr an den Werktoren. Für Angreifer eröffnet genau diese Kombination mehrere Wege gleichzeitig, und jede Station im Warenfluss ist einer davon.

01
TMS
Transportmanagement

Steuert Touren, Frachten und Aufträge zentral, mit Schnittstellen zu Kunden, Zoll und Subunternehmern.

02
LVS/WMS
Lagerverwaltung

Wareneingang, Kommissionierung, Bestände: über Jahre gewachsen und eng mit Handscannern und mobilen Geräten verknüpft.

03
Terminal
Container- & Kransteuerung

Kran, Slot-Buchung und Containerlogistik laufen auf eigenen Systemen, an die klassische IT-Sicherheitskonzepte selten denken.

04
Werktor
Faktor Mensch

Täglich Dutzende fremde Fahrer, Subunternehmer und Zustelldienste, dazu Torpersonal, das an genau diesen Verkehr gewöhnt ist.

Quer dazu liegen Kunden- und Lieferantenschnittstellen: APIs und Portale für Sendungsverfolgung, EDI-Anbindungen und Frachtbuchung verbinden euer Netz direkt mit dem der Partner.

Faktor Mensch

Der größte Angriffsvektor in der Logistik heißt nicht Firewall

Szenario: Zutritt am Werktor

An Werktoren, Terminals und Laderampen laufen täglich Dutzende fremde Fahrer, Subunternehmer und Zustelldienste durch, dazu kommt hohe Personalfluktuation im Wachdienst. Genau diese Routine nutzt jemand aus, der sich als Fahrer eines Subunternehmers oder Zustellpartner ausgibt: selbstbewusstes Auftreten, ein angeblicher Liefertermin, und schon winkt das an diesen Verkehr gewöhnte Torpersonal durch. Ist der Zutritt einmal geschafft, sind Lagerhallen, Terminalbereiche und oft auch ungesicherte Netzwerkanschlüsse in Reichweite.

„Die größte Herausforderung bleibt der Faktor Mensch.“

Drei Fälle

Was in der Branche bereits passiert ist

Drei Vorfälle bei Logistikunternehmen, wie sie laut Medienberichten abgelaufen sind. Kein Einzelfall, sondern ein Muster.

Hellmann Worldwide LogisticsOsnabrück · Ransomware

Der in Osnabrück ansässige Logistikdienstleister wurde Ziel eines Ransomware-Angriffs.

Swiss Post Cargo Deutschlandca. 1.600 Geschäftskunden

Ein Cyberangriff auf das Unternehmen betraf rund 1.600 Geschäftskunden.

DSVOktober 2025

Der Speditionsriese meldete im Oktober 2025 einen Vorfall, für den die Gruppe „CoinbaseCartel“ verantwortlich gemacht wird.

Angaben nach öffentlicher Berichterstattung. accessgranted war an diesen Vorfällen nicht beteiligt.

Unsere eigene Pentest-Erfahrung ansehen
Unser Vorgehen

Wie läuft ein Pentest in der Logistik ab?

Laufender Warenfluss und Zustellfristen haben Vorrang. Deshalb ist unser Vorgehen eng mit Disposition und Terminalbetrieb abgestimmt.

Schritt 01

Scoping mit Rücksicht auf den Betrieb

Gemeinsam legen wir fest, welche Systeme aktiv getestet und welche nur passiv analysiert werden, insbesondere bei Terminalsteuerung und laufenden Sendungen.

Schritt 02

Reconnaissance & Angriffsvorbereitung

Informationssammlung über öffentlich zugängliche Quellen, Netzwerk-Scans und Vorbereitung realistischer Angriffsszenarien, inklusive Pretexting-Ansätzen für Werktor und Disposition.

Schritt 03

Testdurchführung

Manuelle Prüfung nach vereinbartem Scope, mit definiertem Notfallkontakt und sofortigem Stopp bei unerwarteten Auswirkungen auf den Warenfluss.

Schritt 04

Analyse & Risikobewertung

Jedes Finding wird nach Schweregrad, Ausnutzbarkeit und Auswirkung auf Lieferfähigkeit und Terminalbetrieb bewertet.

Schritt 05

Abschlussbericht & Präsentation

Vollständige Dokumentation mit Handlungsempfehlungen, Management-Summary und Zuordnung zu NIS2- bzw. KRITIS-Anforderungen.

Relevante Module

Diese Tests bringen eure Logistik-IT auf Stand der Technik

Von der Disposition bis zum Werktor reicht ein Test allein nicht aus. Diese Module ergänzen sich in der Praxis am besten.

NIS2 und KRITIS Transport im Detail

Der Transportsektor fällt nach Anlage 1 BSIG unter NIS2, größere Umschlagspunkte zusätzlich unter die KRITIS-Verordnung. Unsere Compliance-Seiten zeigen, was das für euch konkret bedeutet.

Pentest in Logistik & Transport: eure Fragen

Ja, der Transportsektor ist in Anlage 1 BSIG explizit als NIS2-Sektor aufgeführt, Post- und Kurierdienste eingeschlossen. Ob euer Unternehmen konkret betroffen ist, hängt von Größe und Einstufung als wichtige oder besonders wichtige Einrichtung ab. Größere Umschlagspunkte wie Häfen können zusätzlich unter die KRITIS-Verordnung fallen.
Eine Sophos/techconsult-Umfrage vom September 2025 unter 147 Fach- und Führungskräften der Branche ergab, dass 81 % menschliches Fehlverhalten oder fehlendes Sicherheitsbewusstsein als zentrales Risiko nennen. Das passt zur Struktur der Branche: hohe Personalfluktuation, ständiger externer Publikumsverkehr an den Werktoren und Zeitdruck in der Disposition senken erfahrungsgemäß die Wachsamkeit gegenüber Phishing und Pretexting.
Ja, das gehört zu unserem Physical-Pentest-Modul. Wir simulieren realistische Zutrittsversuche, zum Beispiel als vermeintlicher Fahrer oder Subunternehmer, und prüfen, ob Werktor, Zugangskontrollen und Lagerbereiche dem standhalten. Vorab klären wir, wer am Standort Bescheid weiß und wie das Torpersonal im Nachgang eingebunden wird, ohne dass jemand bloßgestellt wird.
Ja. Gerade kleinere und mittlere Speditionen halten sich oft für „zu unwichtig“ für gezielte Angriffe, sind aber häufig über EDI-Schnittstellen und Subunternehmer-Beziehungen an größere Lieferketten angebunden und damit ein attraktiver Umweg für Angreifer. Der ENISA-Befund, dass Transport die zweithäufigste Zielbranche ist, unterscheidet nicht nach Unternehmensgröße.
Das hängt stark vom Umfang ab: wie viele Standorte, ob TMS/LVS-Systeme und Terminalsteuerung mit reinsollen, ob Physical und Social Engineering dazugehören. Nach einem kostenlosen Erstgespräch kennen wir euren Scope, und ihr bekommt ein transparentes Festpreisangebot.
Je nach Umfang dauert die Testdurchführung typischerweise ein bis drei Wochen, danach folgen Analyse und Berichtserstellung. Kritische Findings mit unmittelbarem Handlungsbedarf melden wir euch nicht erst im Abschlussbericht, sondern sofort.
NIS2 gilt branchenweit für wichtige und besonders wichtige Einrichtungen im Transportsektor. KRITIS („Transport und Verkehr“) betrifft zusätzlich nur Betreiber, die bestimmte Schwellenwerte überschreiten, etwa große Häfen oder Umschlagspunkte, und bringt eigene, schärfere Nachweispflichten nach BSIG mit sich. Beide Pflichten können parallel gelten.
Ja. Wir prüfen Transportmanagement- und Lagerverwaltungssysteme ebenso wie APIs und Portale für Sendungsverfolgung oder Frachtbuchung, meist mit Fokus auf Authentifizierung, Autorisierung zwischen Mandanten und Absicherung der Schnittstellen zu Subunternehmern und Kunden.