Einzelhandel & Filialnetze · PCI DSS & DSGVO

Eure Filiale hat mehr Eingänge als die Ladentür

Kassen, Backoffice, Lagerraum, Online-Shop: Ein Händler mit Filialnetz hat an jedem Standort dieselben Schwachstellen noch einmal, und dazu Personal, das im Weihnachtsgeschäft gerade erst angefangen hat. Der Einzelhandel war 2024 die am zweithäufigsten angegriffene Branche in Deutschland. Wir gehen mit euch durch eine Filiale, digital und zu Fuß, und ihr wisst danach, wie es in den anderen aussieht.

  • PCI-DSS-Nachweis nach Anforderung 11
  • IT, Kasse und Zutritt in einem Termin
  • Kostenloses Erstgespräch
Position 01

Lagebild

Rund jeder achte Angriff in Deutschland trifft den Handel

12,2% der 2024 von Yarix in Deutschland beobachteten Cyberangriffe trafen Einzelhandel und E-Commerce

Nach einer Auswertung des Sicherheitsanbieters Yarix entfielen 2024 12,2 % der registrierten Cyberangriffe in Deutschland auf Einzelhandel und E-Commerce, nur die Fertigungsindustrie lag knapp davor. Anders als Kliniken oder Stadtwerke hat der Handel dafür keinen eigenen KRITIS-Sektor; nur große Lebensmittelhändler fallen über den Sektor Ernährung unter die KRITIS-Pflichten. Der Druck kommt aus dem Vertrag: Wer Kartenzahlung anbietet, unterliegt PCI DSS, und wer seine Karteninhaberdaten-Umgebung selbst betreibt, muss nach Anforderung 11 jährlich einen Penetrationstest durchführen sowie nach jeder wesentlichen Änderung. Dazu kommen die DSGVO für Kundenkonten und Bonusprogramme und der NIS2-Druck, den große Konzerne über Lieferantenaudits an Franchise-Partner und Dienstleister weitergeben.

Quellen: Yarix-Auswertung 2024, zitiert nach security-insider.de; PCI DSS v4, Anforderung 11.

Woher der Druck kommt

Aus dem Vertrag

Kartenakzeptanz heißt PCI DSS. Wer die Karteninhaberdaten-Umgebung selbst betreibt, muss nach Anforderung 11 jährlich einen Penetrationstest durchführen und einen weiteren nach jeder wesentlichen Änderung. Wer das nicht liefert, riskiert Vertragsstrafen und im Ernstfall die Kartenakzeptanz selbst.

Aus dem Gesetz

Kundenkonten, Bonusprogramme, Retouren: Im Shop und an der Kasse liegen personenbezogene Daten, für die die DSGVO Schutzmaßnahmen nach Stand der Technik verlangt. Einen eigenen KRITIS-Sektor hat der Handel dagegen nicht, nur große Lebensmittelhändler fallen über den Sektor Ernährung darunter.

Aus der Kette

Große Konzerne geben ihren NIS2-Druck über Lieferantenaudits nach unten weiter. Wer als Franchise-Partner, Dienstleister oder Lieferant angebunden ist, bekommt die Fragebögen, ohne selbst unter das Gesetz zu fallen.

Position 02

Der Peak-Tag

Ein Handelstag hat 24 Stunden. Der Angreifer sucht sich die passende aus.

Im Handel verschiebt sich das Risiko im Tagesverlauf. Wenn die Fläche voll ist, fällt ein Fremder am wenigsten auf, und gleichzeitig darf niemand etwas an der IT ändern. Wenn der Laden zu ist, dürfte man ändern, aber es schaut niemand hin. Das Band zeigt beides übereinander.

  • Kundenaufkommen im Tagesverlauf
  • Änderungen an der IT
  • Gerade betrachtet
00–06 06–09 09–12 12–15 15–20 20–24 00 06 12 18 24 Uhr Freigegeben Change-Freeze Eingeschränkt
Ein Handelstag über 24 Stunden. Oben die Gelegenheit je Zeitfenster, in der Mitte der Verlauf des Kundenaufkommens, unten die Freigabe für Änderungen an der IT.

Gelegenheit: Niemand schaut zu

00 bis 06 UhrNacht und Wartungsfenster

Laden zu, Änderungen freigegeben

Die einzigen Stunden, in denen jemand an Kasse, Switch oder Warenwirtschaft etwas ändern darf. Genau dann sitzt auch niemand in der Filiale, der eine offene Schranktür oder ein fremdes Gerät am Netz bemerken würde. Alarmanlage und Kamera decken die Verkaufsfläche ab, den Netzwerkschrank im Lager oft nicht.

Gelegenheit: Das Tor steht offen

06 bis 09 UhrAnlieferung und Öffnung

Rampe offen, Change-Freeze beginnt

Die Rampe ist auf, Lieferanten gehen ein und aus, Ware blockiert den Gang zum Lager. Wer in dieser Stunde mit Warnweste und Rollwagen hereinkommt, wird selten angemeldet. Parallel fahren Kassen und Kartenterminals hoch, und niemand prüft, ob an einem Leseeinschub über Nacht etwas dazugekommen ist.

Gelegenheit: Sperre gegen die eigene IT

09 bis 12 UhrVormittag im Regelbetrieb

Change-Freeze aktiv

Ab jetzt darf bis zum Ladenschluss niemand mehr an die produktiven Systeme. Ein Befund, den ihr um zehn Uhr meldet, bleibt bis in die Nacht offen. Diese Sperre schützt den Umsatz und verlängert zugleich jedes Zeitfenster, das ein Angreifer bereits hat.

Gelegenheit: Niemand kennt alle

12 bis 15 UhrMittag und Schichtwechsel

Personalwechsel, Freeze läuft weiter

Pausen, Schichtübergabe, Aushilfen im zweiten Monat. Wer jetzt sagt, er sei von der Wartungsfirma und tausche das Terminal, trifft auf niemanden, der ihn zuordnen kann. Das Backoffice steht in dieser Zeit häufig offen, weil ständig jemand hinein- und hinausgeht.

Gelegenheit: Jede Störung kostet sofort

15 bis 20 UhrHauptgeschäft

Höchstlast, keine Änderung erlaubt

Volle Fläche, volle Kassen, ein Fremder fällt hier am wenigsten auf. Gleichzeitig kostet jede Minute Ausfall unmittelbar Umsatz, und die Bereitschaft, ein System zur Prüfung vom Netz zu nehmen, ist auf dem Tiefpunkt. Wer hier zuschlägt, hat die beste Tarnung und den größten Hebel zur selben Zeit.

Gelegenheit: Alleinarbeit im Backoffice

20 bis 24 UhrAbschluss und Backoffice

Kassenabschluss, Änderungen eingeschränkt

Kassenabschluss, Tagesbericht, Geldzählung, oft von einer einzigen Person erledigt. Der Filialrechner ist angemeldet, die Tür zur Verkaufsfläche steht auf, und die letzten Mitarbeitenden sind mit dem Aufräumen beschäftigt. Für einen Vorwand am Telefon ist das die ergiebigste Stunde des Tages.

Der Testtermin richtet sich nach diesem Band. Aktive Prüfungen an Kassen und Terminals legen wir dorthin, wo sie niemandem den Umsatz kosten, physische Prüfungen bewusst in die Stunden, in denen die Fläche voll ist.

Position 03

Der Rundgang

Vier Stationen, und an jeder wartet etwas anderes

Vier Stationen, die wir bei jedem Filial-Assessment abgehen. Der Weg ist immer derselbe: von der Fläche nach hinten und von dort in die Systeme der Zentrale.

Backoffice Lager Verkaufsfläche Kasse Netzwerkschrank Online-Shop und Zentrale Ladentür Rampe 01 02 03 04

Ein Standort als Stichprobe. Was wir dort finden, gilt meist für das ganze Netz.

  1. Station 01 · Verkaufsfläche & Kasse

    Die Kasse steht im Publikumsverkehr, das Netzwerk dahinter auch

    Was auffällt

    Netzwerkdosen unter dem Kassentisch, Kartenterminals, die niemand auf Manipulation prüft, ein Gäste-WLAN, das im selben Segment hängt wie die Warenwirtschaft. Wer in Warnweste und mit Klemmbrett kommt und sagt, er tausche das Lesegerät, wird selten aufgehalten.

    Was wir testen

    POS-Infrastruktur und Kartenterminals auf Manipulierbarkeit, Netzsegmentierung zwischen Kasse, WLAN und Filial-IT, und das Szenario falscher Servicetechniker als abgestimmter Social-Engineering-Test.

    Fällt auf: 06 bis 09 Uhr und 15 bis 20 Uhr

  2. Station 02 · Backoffice & Personalraum

    Die Tür zum Backoffice ist meist nur eine Tür

    Was auffällt

    Der Übergang von der Verkaufsfläche ins Backoffice ist oft ein Vorhang oder eine Tür ohne Schloss. Dahinter: der Filialrechner mit angemeldetem Konto, Dienstpläne, manchmal der Tresor. Aushilfen kennen die Kollegen nach zwei Wochen noch nicht alle.

    Was wir testen

    Tailgating und Vorwand-Szenarien in Randzeiten, Bildschirmsperren und Konten am Filialrechner, und eine Phishing-Simulation, die auf Saison- und Filialpersonal zugeschnitten ist, nicht auf die Zentrale.

    Fällt auf: 12 bis 15 Uhr und 20 bis 24 Uhr

  3. Station 03 · Lager & Netzwerkschrank

    Im Lager steht der Switch neben den Paletten

    Was auffällt

    Netzwerkschrank ohne Schloss, Access Points in Griffhöhe, Lieferanten, die über die Rampe kommen und gehen, ohne dass jemand sie anmeldet. Der Schrank ist selten das Ziel, aber oft der Weg.

    Was wir testen

    Physischer Zugang zu Netzwerk- und Serverkomponenten, offene Ports und Standardpasswörter auf Filialgeräten, die Anbindung an Warenwirtschaft und Zentrale.

    Fällt auf: 00 bis 09 Uhr

  4. Station 04 · Online-Shop & Zentrale

    Der Shop ist die Filiale, die nie schließt

    Was auffällt

    Kundenkonten, Bonusprogramme, Gutscheine und Retourenlogik sind ein eigener Angriffsraum: Account-Übernahmen, Punkte-Betrug, Schnittstellen zu Payment und Logistik, Franchise-Partner mit Fernzugriff auf zentrale Systeme.

    Was wir testen

    Web-Application-Pentest von Shop und Loyalty-Programm, Berechtigungen an den Schnittstellen zu Zahlungsdienstleistern und Filialen, Fremdzugänge von Partnern und Dienstleistern.

    Fällt auf: rund um die Uhr

Position 04

Zwei Größenordnungen

Ein Konzern und ein einzelner Markt, dasselbe Muster

Zwei öffentlich dokumentierte Fälle aus den letzten Jahren, absichtlich weit auseinander in der Größe. Beide Belege enden mit einer Summe, die vorher in keiner Planung stand.

Ein Konzern

Marks & Spencer

Großbritannien · 2025 · laut Unternehmensangaben und Medienberichten

Nach einem Cyberangriff musste die Handelskette Online-Bestellungen über Wochen aussetzen, Warenverfügbarkeit und Logistik waren beeinträchtigt. Das Unternehmen bezifferte die Auswirkung auf das Betriebsergebnis später auf rund 300 Millionen Pfund.

Auswirkung auf das Betriebsergebnisrund 300 Mio. Pfund

Der Angriff skaliert. Die Abwehr muss es auch.

Ein Markt

EDEKA-Markt in Niedersachsen

laut Medienberichten

Ein Mitarbeiter öffnete eine E-Mail mit einer angeblichen Bewerbung. Im Hintergrund installierte sich Schadsoftware, der Geschäftsbetrieb des Markts stand still. Dafür brauchte es weder Konzernstrukturen noch eine Zentrale, eine einzige Mail reichte.

Auslösereine E-Mail

Angaben nach öffentlicher Berichterstattung. Access Granted war an diesen Vorfällen nicht beteiligt.

Position 05

PCI DSS · Anforderung 11

Was der Auditor sehen will

PCI DSS schreibt in Anforderung 11 vor, die Sicherheit von Systemen und Netzwerken regelmäßig zu testen. Für den Pentest heißt das konkret:

AnforderungWas gemeint istWomit wir es abdecken
Mindestens jährlichEin Penetrationstest pro Jahr und zusätzlich nach jeder wesentlichen Änderung an Infrastruktur oder Anwendungen.Fester Testrhythmus, Re-Test nach Änderungen
Extern und internAngriffe von außen auf die erreichbaren Systeme und von innen aus dem Netz der Karteninhaberdaten-Umgebung.Infrastruktur-Pentest, Filialnetz inklusive
AnwendungsebeneWebanwendungen und Schnittstellen, über die Karten- oder Kundendaten laufen, gegen die gängigen Schwachstellenklassen.Web-Application-Pentest von Shop und Portalen
SegmentierungNachweis, dass die Karteninhaberdaten-Umgebung wirklich vom Rest des Netzes getrennt ist, zum Beispiel vom Gäste-WLAN in der Filiale.Segmentierungstest vor Ort und aus der Zentrale

Der Bericht ordnet jedes Finding der passenden Anforderung zu, damit ihr ihn dem PCI-Auditor so übergeben könnt, wie er ist. Dass der Handel politisch mehr Aufmerksamkeit braucht, hat zuletzt der Wirtschaftsrat der CDU laut Handelsblatt angemahnt: viele Filialen, vernetzte Kassen, sensible Zahlungsdaten.

Position 06

Zuständigkeit

Wer bei euch für die Hintertür verantwortlich ist

In vielen Handelsunternehmen sitzen physische Sicherheit und IT-Sicherheit in zwei Abteilungen, die sich selten treffen. Genau in der Lücke dazwischen passiert der Einbruch.

Loss Prevention / Filialsicherheit

Kennt Inventurdifferenzen, Kameras, Schließpläne und das Verhalten am Tor. Sieht den Netzwerkschrank im Lager als IT-Thema.

Die Lücke

Der Netzwerkschrank hinter einer unverschlossenen Tür. Für die eine Seite ein IT-Gerät, für die andere ein Raumproblem, und deshalb seit Jahren unverändert.

IT-Leitung / CISO

Kennt Firewalls, Kassensoftware und den Shop. Sieht die Tür zum Backoffice als Thema des Filialleiters.

Ein kombiniertes Assessment liefert beiden denselben Bericht. Wer welchen Punkt umsetzt, steht dann als Zeile in der Maßnahmenliste, statt als Grundsatzfrage zwischen zwei Abteilungen hängen zu bleiben.

Position 07

Module

Was in ein Filial-Assessment gehört

Ein Standort, ein Termin, vier Blickwinkel. Auf Wunsch anschließend Stichproben in weiteren Filialen.

  • Physical Pentest

    Zutritt zu Backoffice, Lager und Netzwerkschrank, Manipulierbarkeit von Kartenterminals, Verhalten von Personal gegenüber vermeintlichen Technikern und Lieferanten.

    Stationen 01 bis 03
  • Social Engineering

    Phishing- und Vorwand-Szenarien für Filial- und Saisonpersonal, mit Auswertung pro Standort statt nur pro Unternehmen.

    Stationen 01 und 02
  • Web-App-Pentest

    Online-Shop, Kundenkonten, Bonusprogramm und die Schnittstellen zu Payment und Logistik, nach OWASP und mit PCI-Zuordnung.

    Station 04
  • Infrastruktur-Pentest

    Filialnetz, Segmentierung zur Karteninhaberdaten-Umgebung, Fernzugänge von Franchise-Partnern und Dienstleistern.

    Stationen 03 und 04

Position 08

Ablauf

Vom ersten Gespräch bis zum Beleg für den Auditor

Fünf Schritte, an deren Ende ihr einen Bericht habt, den ihr weiterreichen könnt. Der Weg ist bei einer Filiale derselbe wie bei achtzig.

  1. Erstgespräch

    Kostenlos und unverbindlich. Wir klären, welche Filiale repräsentativ ist, ob Shop und Zentrale dazugehören und ob der Bericht auf PCI DSS zugeordnet werden soll.

  2. Scope und Festpreis

    Der Umfang steht schriftlich, der Preis ist fest. Termine legen wir entlang eures Handelstags und außerhalb des Hochlastzeitraums, damit niemand während des Weihnachtsgeschäfts Befunde offen lassen muss.

  3. Der Termin vor Ort

    Physischer Rundgang, Social Engineering und die technischen Prüfungen laufen im selben Zeitraum. Der Filialleiter oder eine von euch benannte Person weiß Bescheid, das übrige Personal bewusst nicht.

  4. Bericht und Besprechung

    Jedes Finding mit Nachweis, Risikoeinstufung und Maßnahme, zugeordnet zur passenden PCI-DSS-Anforderung. Wir gehen ihn mit IT und Filialsicherheit gemeinsam durch, damit die Maßnahmenliste am Ende Zeilen statt Zuständigkeitsfragen enthält.

  5. Re-Test

    Nach der Behebung prüfen wir die betroffenen Punkte erneut. Denselben Schritt verlangt PCI DSS ohnehin nach jeder wesentlichen Änderung an Infrastruktur oder Anwendungen.

SummeEin Bericht, der zum Auditor geht, wie er ist, und eine Maßnahmenliste, die im Filialnetz wiederverwendbar ist.

Pentest im Einzelhandel: eure Fragen

Gesetzlich in den meisten Fällen nicht, vertraglich fast immer: Wer Kartenzahlung anbietet, unterliegt PCI DSS, und sobald ihr die Karteninhaberdaten-Umgebung selbst betreibt, verlangt Anforderung 11 einen jährlichen Penetrationstest sowie einen nach jeder wesentlichen Änderung. Bei Verstößen drohen Vertragsstrafen und im Ernstfall der Verlust der Kartenakzeptanz. Dazu kommt die DSGVO für alle Kundendaten in Shop und Bonusprogramm.

Ja. Aktive Tests an Kassen und Terminals legen wir in Randzeiten oder auf Testgeräte, physische Prüfungen laufen im normalen Betrieb, ohne dass Kunden etwas merken. Der Filialleiter oder eine von euch benannte Person weiß Bescheid, das übrige Personal bewusst nicht, sonst testen wir nur die Ankündigung.

Wir bauen Szenarien, die zum Filialalltag passen: eine angebliche Bewerbung, ein Lieferavis, eine Nachricht der Zentrale zur Dienstplanung. Ausgewertet wird pro Standort, damit ihr seht, wo Awareness fehlt, und niemand einzeln an den Pranger kommt. Der Fall des EDEKA-Markts zeigt, dass eine einzige Mail reicht.

Nein. Wir testen eine oder zwei repräsentative Filialen vollständig und übertragen die Befunde auf das Netz, weil Bauweise, Technik und Abläufe meist standardisiert sind. Danach sind Stichproben an weiteren Standorten sinnvoll, vor allem bei Franchise-Partnern mit eigener Technik.

Ja, als eigene Station. Der Shop mit Kundenkonten und Bonusprogramm wird als Web-Application-Pentest geprüft, inklusive der Schnittstellen zu Zahlungsdienstleistern und zur Warenwirtschaft. Gerade Account-Übernahmen und Gutschein- oder Punktebetrug sind im Handel häufige, oft lange unbemerkte Muster.

Das hängt davon ab, ob eine oder mehrere Filialen im Scope sind, ob Shop und Zentrale dazukommen und ob ihr den Bericht auf PCI DSS zugeordnet braucht. Nach dem kostenlosen Erstgespräch ist der Umfang klar, und ihr bekommt einen Festpreis, der zum Budgetzyklus des Handels passt, also auch nach dem Weihnachtsgeschäft planbar bleibt.

Der EDEKA-Markt, der durch eine Bewerbungs-Mail stillstand, war einer. Angreifer suchen die offene Tür, und bei standardisierten Kassen und Filialnetzen ist es in vielen Betrieben dieselbe, unabhängig von der Größe der Kette. Ein Test an einem Standort zeigt euch, ob ihr sie habt.

Nein. Wir sind kein QSA, führen kein PCI-Audit durch und stellen keine Zertifikate aus. Von uns kommen der Penetrationstest und der technische Nachweis dazu: ein Bericht, der jedes Finding der passenden Anforderung zuordnet, plus der Re-Test nach der Behebung. Bewertung und Bestätigung bleiben bei eurem Auditor oder eurer Bank, die rechtliche Einordnung bei euch.

Außerhalb eures Hochlastzeitraums. Im Weihnachtsgeschäft steht die IT in vielen Häusern unter Change-Freeze, dann darf niemand einen Befund beheben, und ein Ausfall trifft euch am härtesten. Sinnvoll ist ein Termin, nach dem noch Zeit zum Nachziehen bleibt, dazu der Re-Test nach jeder wesentlichen Änderung, den PCI DSS in Anforderung 11 ohnehin verlangt.

Wenn über sie Karten- oder Kundendaten laufen oder sie Fernzugriff auf zentrale Systeme haben, gehört sie in den Scope. Praktisch testen wir die Zentrale und eine eigene Filiale vollständig und nehmen ein bis zwei Partnerstandorte als Stichprobe dazu, weil dort Geräte, Verträge und Abläufe voneinander abweichen. Der Zugang der Partner in eure Systeme wird davon unabhängig geprüft.

Eine Filiale reicht, um das ganze Netz zu verstehen.

Wir nehmen einen Standort komplett auseinander, digital und vor Ort, und ihr wisst danach, wie es in den anderen wahrscheinlich aussieht. Ein kurzes Gespräch, dann ein Festpreis.