Industrie & Maschinenbau · NIS2 & IEC 62443

Ein liegen gelassener USB-Stick reicht manchmal schon aus

Stellt ihr Maschinen, Elektronik, elektrische Ausrüstung, Fahrzeuge oder Medizinprodukte her, fallt ihr ab 50 Mitarbeitenden oder mehr als 10 Mio. € Jahresumsatz und Bilanzsumme unter die NIS2-Pflichten als „wichtige Einrichtung“. Der technische Maßstab dafür heißt in der Praxis meist IEC 62443, ergänzt durch das ICS-Security-Kompendium des BSI. Wir testen genau dort, wo IT auf Produktion trifft: SPS und SCADA-Systeme, Fernwartungszugänge und das Werksgelände selbst, ohne eure Fertigung dabei aufs Spiel zu setzen.

Die Frage, die jede Werksleitung zuerst stellt

Wir prüfen, ohne die Linie zu stoppen. Aktive Tests laufen nur in vorher vereinbarten Fenstern, an OT-nahen Systemen lesen wir mit und schreiben nicht.

  • IEC-62443-orientierte Testmethodik
  • Erfahrung mit OT/ICS- & Produktionsumgebungen
  • Kostenloses Erstgespräch
Werksschnitt Beispielszenario · Pausenraum · 06:52 Uhr · Frühschicht
  1. USB-Stick, Phishing
  2. 01Büro-IT
  3. Bruchstelle IT/OT
  4. 02FertigungssteuerungFernwartung
  5. 03Steuerungsebene
  6. 04Anlagen & Feldebene

Vier Ebenen, zwei Wege hinein. Der zweite umgeht alles, was oben abgesichert wurde.

Verbreitung realer Vorfälle

24%

Rund jedes vierte Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau meldete innerhalb der letzten zwei Jahre einen signifikanten Cybersicherheitsvorfall.

Der Vorfall ist damit kein Ausnahmefall mehr, sondern ein Betriebsrisiko wie ein Maschinenschaden. Behandelt wird er in vielen Werken trotzdem anders: Für die Maschine gibt es einen Wartungsplan, für das Netz dahinter selten einen Prüfplan.

Quelle: VDMA-Studie „Industrial Security und Produktpiraterie 2024“, Fraunhofer AISEC, 100 befragte VDMA-Mitgliedsunternehmen

Die Kernansicht

Der Werksschnitt: vier Ebenen und zwei Wege hinein

Ein Werk lässt sich aufschneiden wie ein Gebäude. Oben die Büro-IT mit Arbeitsplätzen, Wareneingang und Pausenraum. Darunter die Fertigungssteuerung mit Leitsystemen und Fernwartungszugängen. Darunter die Steuerungsebene mit SPS und Feldbussen. Ganz unten die Anlagen selbst. Zwischen der ersten und der zweiten Ebene liegt die Stelle, um die sich alles dreht.

USB-Stick, Phishing 01 Büro-IT Bruchstelle IT/OT 02 Fertigungssteuerung Fernwartung 03 Steuerungsebene 04 Anlagen & Feldebene
Schematische Darstellung. Welche Ebenen es bei euch tatsächlich gibt und wie sauber sie getrennt sind, klärt der Scope-Workshop vor dem ersten Testschritt.

Zwei Einstiege

USB-Stick oder Phishing-Mail

Der Weg kommt oben an, in der Büro-IT, und arbeitet sich von dort nach unten. Er trifft unterwegs auf alles, was ihr an Schutz aufgebaut habt: Endpoint-Kontrolle, Berechtigungen, Segmentierung. Jede dieser Hürden kostet Zeit und hinterlässt Spuren.

Fernwartung ohne zweiten Faktor

Der unangenehmere Weg. Der Zugang des Maschinenherstellers landet nicht oben, sondern seitlich und direkt unterhalb der Bruchstelle. Er überspringt damit jede Maßnahme der oberen Ebene, und er ist von außen erreichbar, ohne dass jemand im Haus etwas anklicken muss.

01

Büro-IT

Arbeitsplätze, Wareneingang, Pausenraum, Active Directory

Ein präparierter USB-Stick im Pausenraum, eine Phishing-Mail an die Schichtplanung, eine aufgehaltene Tür am Wareneingang. Wer hier landet, steht in einem Netz, das in vielen Werken noch mit allem anderen verbunden ist.

Media Dropping und Phishing, zugeschnitten auf Schichtbetrieb und externe Dienstleister, dazu Zutrittsversuche und die klassische Büro-IT im Werk samt Active Directory. Auf dieser Ebene testen wir aktiv.

Social Engineering ansehen
Bruchstelle IT/OT Die Bruchstelle
02

Fertigungssteuerung

Leitsysteme, SCADA, Fernwartungszugänge

Maschinenbauer und Systemintegratoren brauchen Fernzugriff für Service und Wartung. Liegt dieser Zugang ohne Multi-Faktor-Authentifizierung im Netz oder mit weit gefassten Berechtigungen, führt er an allem vorbei, was oben abgesichert wurde.

Fernwartungszugänge, Leitsysteme und deren Berechtigungen, abgestimmt auf eure Produktionsfenster. Aktive Schritte laufen ausschließlich in vorher vereinbarten Zeitfenstern.

OT/ICS-Pentest ansehen
03

Steuerungsebene

SPS, Feldbusse, Engineering-Stationen

SPS, Leitsysteme und Feldbusse sind oft auf Verfügbarkeit statt auf Sicherheit ausgelegt und laufen jahrelang ohne Patches. Werks-Standardzugangsdaten auf einem industriellen Gerät sind hier keine Seltenheit.

Wir lesen mit, wir schreiben nicht. Erreichbarkeit, Firmware-Stände und Zugangsdaten erheben wir passiv. Ein Schreibzugriff auf eine laufende Steuerung findet nicht statt.

Infrastruktur-Pentest ansehen
04

Anlagen & Feldebene

Maschinen, Sensorik, Industrial IoT

Sensorik und vernetzte Maschinen erweitern die Angriffsfläche, häufig noch mit Werkseinstellungen, die nie geändert wurden. Wer hier ankommt, steht an der Stelle, an der ein Fehler Material und Menschen betrifft.

Feldgeräte und Industrial IoT prüfen wir auf Erreichbarkeit, Standardzugangsdaten und offene Dienste, im Regelfall passiv und nie ohne die Werksleitung am Tisch.

Individuellen Pentest ansehen

Die Bruchstelle

Zwischen Büro-IT und Produktion entscheidet sich, wie weit ein Vorfall kommt

Genau dort, wo klassische Büro-IT auf die Produktionsebene trifft, fehlt häufig die Netzwerksegmentierung, die eine Ausbreitung verhindern würde. Diese eine Eigenschaft entscheidet darüber, ob aus einem kompromittierten Bürorechner ein Ärgernis wird oder ein Produktionsstillstand.

Ohne Segmentierung

Der Weg führt durch

Fehlt die Trennung zwischen Büro-IT und Produktionsnetz, sind SPS, Leitsysteme und der Fernwartungszugang des Maschinenherstellers vom kompromittierten Rechner aus erreichbar. Der Weg nach unten steht offen, und niemand merkt es, solange niemand danach sucht.

Mit Segmentierung

Der Weg endet hier

Ist die Grenze gezogen und durchgesetzt, bleibt der Vorfall in der Büro-IT. Der Schaden ist dann ein IT-Problem mit einem Wiederherstellungsaufwand, kein Fertigungsproblem mit stehenden Linien und offenen Lieferterminen.

So steht es im Bericht

Keine Netzwerksegmentierung zwischen Büro-IT und Produktionsnetz

Wie wir das prüfen

Wir setzen uns mit einem Zugang in die Büro-IT und versuchen, von dort in Richtung Produktionsnetz zu kommen. Was dabei erreichbar ist, wird dokumentiert, nicht ausgenutzt. Das Ergebnis ist eine Liste der Übergänge, die offen stehen, mit einer Bewertung, welcher davon zuerst geschlossen gehört.

Szenario aus der Praxis

Die Geschichte in fünf Schritten

Media Dropping ist eine etablierte Social-Engineering-Technik, die wir bei Access Granted regelmäßig in kontrollierter Form durchführen. Kein konkreter Vorfall bei einem bestimmten Kunden, sondern ein typischer Ablauf, der zeigt, wie wenig es oft braucht. Jeder Schritt gehört zu einer der vier Ebenen des Werksschnitts.

  1. 01

    Ebene 01 · Büro-IT

    Der StickPausenraum

    Ein präparierter USB-Stick liegt scheinbar zufällig im Pausenraum oder Wareneingang

    Unauffällig platziert, oft mit einem Firmenlogo oder einer neugierig machenden Beschriftung versehen.

  2. 02

    Ebene 01 · Büro-IT

    Der KlickBüroarbeitsplatz

    Ein Mitarbeiter schließt ihn neugierig an einem Firmenrechner an

    Aus Neugier, Hilfsbereitschaft („vielleicht gehört er ja jemandem“) oder schlicht Gewohnheit, ganz ohne böse Absicht.

  3. 03

    Ebene 01 · Büro-IT

    Der erste Fuß im NetzBüronetz

    Ohne Netzwerksegmentierung reicht das für einen ersten Fuß in eurem internen Netz

    Von dort aus prüfen wir im echten Assessment, wie weit sich der Zugriff in Richtung Produktionsnetz ausweiten ließe.

  4. 04

    Bruchstelle · Ebene 02 und tiefer

    Von der Büro-IT zur FertigungProduktionsnetz

    Wo IT und OT nicht sauber getrennt sind, führt der Weg weiter bis an die Steuerungen

    Fehlt die Segmentierung zwischen Büro-IT und Produktionsnetz, sind SPS, Leitsysteme und der Fernwartungszugang des Maschinenherstellers vom kompromittierten Rechner aus erreichbar. Wir dokumentieren diesen Weg, statt ihn zu Ende zu gehen: An OT-nahen Systemen arbeiten wir passiv, aktiv nur in vorher abgestimmten Zeitfenstern.

  5. 05

    Alle vier Ebenen

    Der Bericht auf dem TischBesprechungsraum · einige Wochen später

    Am Ende liegt kein Vorfall auf dem Tisch, sondern ein Bericht

    Jedes Finding bewertet nach Schweregrad, Ausnutzbarkeit und möglicher Auswirkung auf den Produktionsbetrieb, mit Management-Summary für Geschäftsführung, IT-Leitung und Werksleitung und einer Zuordnung zu NIS2 und IEC 62443. So kann ein Auszug aussehen:

Wir werten aus, wie hoch die Aufnahmequote in eurem Unternehmen tatsächlich ist, und ob eine fehlende Segmentierung daraus mehr macht als nur eine Randnotiz.

Was am Ende auf dem Tisch liegt

Der Bericht ordnet jedes Finding der Ebene zu, auf der es gefunden wurde, und benennt dazu die Maßnahme. Die Geschäftsführung liest die Zusammenfassung, die IT-Leitung die Technik, die Werksleitung den Teil, der die Linien betrifft.

Fertigungs-Pentest Report · Beispielhafter Auszug Muster
Schweregrad Finding Maßnahmenfeld
KritischUSB-Drop-Test: 3 von 10 ausgelegten Sticks wurden angeschlossen (Beispielwert)Awareness & Endpoint-Kontrolle
KritischKeine Netzwerksegmentierung zwischen Büro-IT und ProduktionsnetzIT/OT-Segmentierung
HochFernwartungs-VPN für Maschinenhersteller ohne Multi-Faktor-Authentifizierung erreichbarFernwartungszugänge
HochSPS-Firmware auf mehreren Linien seit Jahren nicht aktualisiertPatch- & Firmware-Management
MittelTailgating: Zutritt zur Fertigungshalle ohne Ausweiskontrolle möglich (Beispielwert)Physische Zutrittskontrolle
NiedrigIndustrielles Gerät mit Werks-Standardzugangsdaten erreichbarZugangsdaten-Härtung
6 Findings · Maßnahmenplan inklusive Mapping auf NIS2 & IEC 62443

Beispielhafte Darstellung – keine echten Kundendaten.

Betroffenheit

Ab wann NIS2 für euer Werk gilt, und was dann auf welcher Ebene zu tun ist

Sechs Branchen des verarbeitenden Gewerbes stehen in Anlage 2 BSIG, darunter Maschinenbau, Elektronik und Fahrzeugbau. Wer dort tätig ist und die Größenschwellen erreicht, gilt als „wichtige Einrichtung“. Die Prüfreihenfolge dafür steht in § 28 BSIG, und sie fragt zuerst nach der Tätigkeit, dann nach der Größe.

Größenschwellen

Beschäftigte

50 und mehr

Gezählt wird das Unternehmen, nicht der einzelne Standort.

oder

Jahresumsatz und Bilanzsumme

10 Mio. €, jeweils mehr als

Umsatz und Bilanzsumme müssen beide überschritten sein, alternativ genügt die Beschäftigtenzahl.

Ergebnis

Wichtige Einrichtung

Maschinenbau, Elektronik, Kfz-Zulieferer und Medizintechnik fallen als Einrichtungsarten des verarbeitenden Gewerbes darunter. Das NIS2-Umsetzungsgesetz ist seit dem 6. Dezember 2025 geltendes Recht in Deutschland. Unsicher, ob ihr die Schwelle erreicht? Der kostenlose Betroffenheits-Check führt euch durch die Prüfreihenfolge.

Was dann gilt, Ebene für Ebene

  1. Ebene 01 · Büro-IT

    Risikomanagement und Zugriffskontrolle

    Der Anforderungskatalog nach Art. 21 Abs. 2 verlangt unter anderem Zugriffskontrolle, Personalsicherheit und Schulung. Genau das prüft ein Pentest auf dieser Ebene technisch nach, statt es nur zu behaupten.

  2. Bruchstelle

    Netzsicherheit und Ausbreitungsschutz

    Die Segmentierung zwischen Büro-IT und Produktion ist der Punkt, an dem sich Risikomanagement messen lässt. Ein Nachweis dafür entsteht nicht durch eine Richtlinie, sondern durch einen Versuch, sie zu überwinden.

  3. Ebene 02 bis 04

    Stand der Technik im OT-Umfeld

    IEC 62443 ist der in der Praxis anerkannte Maßstab dafür, was in Automatisierungs- und Steuerungssystemen als angemessen gilt. Unsere Berichte ordnen die Findings entsprechend zu.

  4. Alle Ebenen

    Meldepflicht bei erheblichen Vorfällen

    § 32 BSIG verlangt eine gestufte Meldung: frühe Erstmeldung binnen 24 Stunden, Vorfallmeldung binnen 72 Stunden. Wer vorher weiß, welche Ebene wie erreichbar ist, kann im Ernstfall schneller sagen, was passiert ist.

Access Granted liefert den Penetrationstest und den technischen Nachweis. Die Registrierung beim BSI, die rechtliche Einstufung und die Beratung dazu gehören nicht dazu und bleiben bei euch oder eurer Rechtsberatung.

Erdgeschoss

Menschen und Gelände: der Weg, der an keiner Technik vorbeiführt

Der Werksschnitt beginnt nicht am Bildschirm, sondern am Zaun. Vier Stationen auf dem Gelände entscheiden mit darüber, wie leicht jemand überhaupt in die Nähe von Ebene 01 kommt.

  1. Station 01

    Wareneingang

    Paketannahme, Lieferanten, Speditionsfahrer: Hier kommen jeden Tag fremde Menschen und fremde Gegenstände ins Haus, oft ohne dass jemand fragt, wer eigentlich dazugehört.

  2. Station 02

    Fremdfirmen

    Servicetechniker, Reinigungskräfte und Zeitarbeitende bewegen sich mit eigenem Laptop oder eigenem Ausweis durchs Werk. Deren Zugänge und Geräte laufen selten durch dieselbe Kontrolle wie eure eigenen.

  3. Station 03

    Pausenraum

    Wo Kolleginnen und Kollegen entspannt und hilfsbereit sind, wirkt ein herrenloser USB-Stick oder ein „Ich bin neu hier“ am glaubwürdigsten.

  4. Station 04

    Tailgating

    Eine aufgehaltene Tür, ein Raucherausgang, eine Ausweiskontrolle, die nur morgens stattfindet: Der Weg in die Fertigungshalle führt oft an keiner Technik vorbei.

Physische Tests laufen mit schriftlicher Beauftragung und einem hinterlegten Ansprechpartner, der unsere Leute im Zweifel bestätigen kann. Niemand aus eurem Team gerät dadurch in eine Lage, die er nicht auflösen kann.

Unser Vorgehen

So testen wir, ohne die Linie zu stoppen

Verfügbarkeit der Fertigung hat Vorrang vor Testtiefe. Bevor wir irgendetwas anfassen, legen wir gemeinsam mit IT- und OT-Verantwortlichen fest, welche Systeme aktiv getestet, welche nur passiv analysiert und welche komplett ausgenommen werden. An SPS, Leitsystemen und anderen OT-nahen Systemen arbeiten wir im Regelfall passiv: Wir lesen mit, wir schreiben nicht.

Wo aktive Tests nötig sind, laufen sie in vorher abgestimmten Produktionsfenstern, mit definiertem Notfallkontakt auf beiden Seiten und der festen Regel, bei jeder unerwarteten Auswirkung sofort zu stoppen. Tests an Maschinen und Linien passieren nie ohne die Werksleitung am Tisch, damit kein Testschritt versehentlich die Fertigung anhält.

Ein Werktag im Schichtbetrieb
Produktion läuft Abgestimmtes Testfenster

Das Fenster legt ihr fest, nicht wir. Bei durchgehendem Schichtbetrieb verschieben sich aktive Schritte auf geplante Stillstände, Wartungsfenster oder eine Testzelle abseits der Linie.

Drei Freigabestufen, vorher festgelegt

Aktiv
Büro-IT, Zutritt, Active Directory, benannte Fernwartungszugänge. Hier testen wir mit denselben Mitteln wie ein Angreifer.
Passiv
SPS, Feldbusse, Engineering-Stationen. Wir erheben Erreichbarkeit und Stände, ohne einen Zustand zu verändern.
Ausgenommen
Alles, was ihr ausschließt. Ausgenommene Systeme stehen im Bericht als bewusste Lücke, damit niemand sie später für geprüft hält.

Prüfplan

Der Testablauf, geordnet nach denselben Ebenen

Dieselbe Gliederung, die den Werksschnitt trägt, bestimmt auch, was wann geprüft wird. Von oben nach unten wird die Gangart vorsichtiger, weil die möglichen Folgen größer werden.

Ebene Modul Modus Grenze
Erdgeschoss · Gelände Physical Pentest Aktiv Schriftliche Beauftragung, hinterlegter Ansprechpartner, keine Konfrontation.
Ebene 01 · Büro-IT Social Engineering & Infrastruktur Aktiv Keine Inhalte aus privaten Postfächern, kein Druckaufbau auf einzelne Personen.
Bruchstelle · IT/OT Netzwerksegmentierung Aktiv Erreichbarkeit wird nachgewiesen, der Übergang nicht zu Ende gegangen.
Ebene 02 · Fertigungssteuerung OT/ICS Pentest Aktiv im Fenster Nur im vereinbarten Produktionsfenster, Notfallkontakt erreichbar.
Ebene 03 & 04 · Steuerung und Anlagen OT/ICS Pentest Passiv Kein Schreibzugriff auf laufende Steuerungen, kein Neustart, kein Firmware-Eingriff.
  • Aktiv: wir handeln wie ein Angreifer, im freigegebenen Rahmen.
  • Passiv: wir beobachten und dokumentieren, ohne einzugreifen.

Die Zuordnung ist der Ausgangspunkt, nicht das Ergebnis. Nach dem Scope-Workshop steht für jedes System im Bericht, in welchem Modus es geprüft wurde.

Pentest für Industrie & Produktion: eure Fragen

Wahrscheinlich ja, sobald ihr mindestens 50 Mitarbeitende habt oder Jahresumsatz und Bilanzsumme jeweils über 10 Mio. € liegen. Das verarbeitende Gewerbe, darunter Maschinenbau, Elektronik, Kfz-Zulieferer und Medizintechnik, zählt zu den NIS2-Sektoren und gilt dann als „wichtige Einrichtung“. Unsicher, ob ihr die Schwelle erreicht? Wir klären das im kostenlosen Erstgespräch.

Bei OT steht Verfügbarkeit über allem: Ein Absturz einer Steuerung kann eine Produktionslinie stundenlang lahmlegen. Wir testen deshalb vorsichtiger, oft passiv statt aktiv und mit engerem Scoping. Ein klar definierter Notfallkontakt steht fest, bevor überhaupt ein aktiver Test an einem SPS-System stattfindet.

Ja, das ist bei OT-nahen Systemen sogar der Regelfall. Wir stimmen vorab genau ab, welche Systeme aktiv getestet, welche nur passiv analysiert und welche komplett ausgenommen werden. Ein definierter Notfallkontakt und der sofortige Stopp bei unerwarteten Auswirkungen gehören fest dazu.

IEC 62443 ist die einschlägige Normenreihe für die Sicherheit industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme. Eine gesetzliche Pflicht gibt es dafür meist nicht direkt, sie ist aber der in der Praxis anerkannte Maßstab dafür, was „Stand der Technik“ im OT-Umfeld bedeutet, und damit relevant für den NIS2-Nachweis.

Das hängt stark vom Umfang ab: Anzahl der Standorte und Produktionslinien, ob OT/ICS-Systeme im Scope sind, ob Physical- und Social-Engineering-Tests eingeschlossen werden sollen. Sobald wir im Erstgespräch wissen, was dazugehört, gibt es ein Festpreisangebot, das auch die OT-Vorsichtsmaßnahmen einpreist.

Media Dropping ist eine dokumentierte, real genutzte Angriffstechnik, kein theoretisches Konstrukt. Ransomware in produzierenden Unternehmen dringt typischerweise über die IT-Seite ein und breitet sich von dort in Richtung OT-naher Systeme aus. Ein liegen gelassener USB-Stick ist einer der einfachsten Wege, genau diesen ersten Schritt zu simulieren.

Typischerweise IT-Leitung, Werks- oder OT-Leitung und, je nach Scope, die Geschäftsführung. Gerade die Abstimmung zwischen IT und OT ist oft der kritischste Punkt, weil Zuständigkeiten in der Praxis häufig nicht klar getrennt sind. Wir holen deshalb von Anfang an alle relevanten Stellen mit an den Tisch.

Ja. Fernwartungszugänge für Maschinenhersteller und Systemintegratoren gehören zu den häufigsten Schwachstellen, die wir in der Praxis finden, oft ohne Multi-Faktor-Authentifizierung oder mit weit gefassten Berechtigungen. Wir prüfen diese Zugänge gezielt als Teil des OT/ICS- und Infrastruktur-Pentests.

Wir hören im Netz mit, werten Antworten auf normale Anfragen aus und gleichen Firmware-Stände und Zugangsdaten gegen bekannte Schwachstellen ab. Wir schicken keine Steuerbefehle, starten nichts neu und spielen nichts ein. Der Unterschied zum aktiven Test ist damit nicht die Gründlichkeit der Auswertung, sondern die Frage, ob wir den Zustand eines laufenden Systems verändern.

Einen Ansprechpartner aus der IT und einen aus der Produktion, eine grobe Übersicht der Standorte und Linien, die Information, welche Fernwartungszugänge es gibt, und eine Entscheidung darüber, welche Systeme ausgenommen bleiben. Netzpläne helfen, sind aber keine Voraussetzung: Wenn sie fehlen oder veraltet sind, ist das selbst schon ein Ergebnis.

Eine Schwachstelle reicht, um eine Produktionslinie stundenlang stillzulegen.

Sprecht mit uns, bevor es jemand anderes für euch tut. Ein kurzes Gespräch klärt Scope und NIS2-Relevanz, danach bekommt ihr ein transparentes Festpreisangebot.